»Was kann ich dem Leben bieten?«

Samuel Koch fragt: Was gibt Menschen Kraft, nach schweren Zeiten weiterzumachen?

Leben Samuel Koch mit Rollstuhl auf einer leeren Bühne

Samuel Koch stellt eine wichtige Frage: Was gibt Menschen Kraft, nach schweren Zeiten weiterzumachen?

Samuel Koch ist Schauspieler und Bestseller-Autor. Er ist 37 Jahre alt.

Im Jahr 2010 hatte er einen schweren Unfall. Das passierte in der Fernseh-Sendung „Wetten, dass..?“. Seitdem sitzt er im Rollstuhl.

Im Gespräch erzählt er von:

  • Mut
  • Glück
  • Glauben
  • Stärken
  • Schwächen
  • schweren Zeiten

Frage:
Was macht Samuel Koch am liebsten?

Samuel Koch hat viele Aufgaben. Er ist Autor. Er ist Schauspieler. Er hält Vorträge. Und er hat einen Verein gegründet.

Er sagt: In allen Bereichen ist ihm wichtig: Er möchte etwas Gutes bewirken.

Seine Arbeit soll anderen Menschen helfen. Sie soll sinnvoll sein. Sie soll Bedeutung haben.

Samuel Koch möchte nicht einfach nur leben. Und er möchte sich nicht nur ablenken. Er möchte nützlich sein.

Frage:
Warum hat er das Buch „StehaufMensch!“ geschrieben?

Samuel Koch hat sich oft gefragt: Was macht Menschen stark?

Auch viele andere Menschen haben ihn das gefragt.

Dabei hat er gemerkt: Es reicht nicht, wenn er nur erzählt, was ihm hilft. Denn jeder Mensch ist anders. Was ihm hilft, hilft nicht automatisch allen anderen.

Darum wollte er herausfinden: Was kann Menschen in schweren Zeiten helfen?

Für sein Buch hat Samuel Koch mit sehr vielen Menschen gesprochen. Viele von ihnen haben schlimme Dinge erlebt.

Er hat mehr als 1.000 Gespräche geführt. Er wollte wissen: Was gibt diesen Menschen Kraft?

Samuel Koch hat auch viele Bücher über Resilienz gelesen. Resilienz bedeutet: Ein Mensch kann nach Krisen wieder Kraft finden.

Aber viele Bücher haben ihm nicht gefallen. Oft klang es so: „Ich habe es so gemacht. Also musst Du es auch so machen.“

Samuel Koch findet: So einfach ist es nicht.

In seiner Reha hat er erlebt: Ratschläge können auch wehtun. Deshalb wollte er keinen einfachen Ratgeber schreiben.

Leben - Samuel Koch Rollstuhl im Straßenverkehr

© Christoph Oetzmann

Frage:
Warum nennt Samuel Koch seinen Rollstuhl „Demutspanzer“?

In seinem Buch nennt Samuel Koch seinen Rollstuhl: „180-Kilo-Demutspanzer“.

Damit meint er: Sein Rollstuhl hält ihn auf dem Boden. Er erinnert ihn daran, bescheiden zu bleiben.

Samuel Koch sagt: Manchmal könnte ein Mensch stolz oder überheblich werden. Das kann gefährlich sein.

Sein Rollstuhl erinnert ihn dann: Ich kann nicht alles allein schaffen. Ich brauche andere Menschen.

Frage:
Warum kommen im Buch so viele verschiedene Menschen vor?

Samuel Koch wollte viele verschiedene Lebensgeschichten zeigen.

Er spricht in seinem Buch zum Beispiel über:

  • schwer kranke Menschen
  • Manager
  • geflüchtete Menschen
  • Menschen im Gefängnis

Er sagt: Jeder Mensch erlebt Schwierigkeiten anders.

In der Klinik hat Samuel Koch Menschen kennengelernt, die bald sterben mussten. Für diese Menschen waren andere Dinge wichtig als für ihn.

Auch Samuel Koch musste lernen: Ich bin auf Hilfe angewiesen.

Ein Mensch im Gefängnis erlebt Abhängigkeit anders. Ein geflüchteter Mensch erlebt sie wieder anders.

Darum sagt Samuel Koch: Das Leben ist sehr unterschiedlich. Und Menschen gehen sehr unterschiedlich mit Problemen um.

Frage:
Ist Samuel Koch ein Mutmacher?

Viele Menschen sagen: Samuel Koch macht anderen Mut.

Samuel Koch hat lange über dieses Wort nachgedacht.

Er besucht oft Menschen in Reha-Kliniken. Manchmal besucht er Menschen auf der Intensivstation.

Manchen Menschen ist etwas Ähnliches passiert wie ihm. Sie müssen beatmet werden. Manche wollen nicht mehr leben.

Samuel Koch erzählt: Einen Menschen konnte er ermutigen. Er konnte ihm etwas mitgeben.

Einem anderen Menschen hat er das Gleiche gesagt. Aber dieser Mensch fand trotzdem kein Ja zum Leben. Nach einigen Jahren beendete er sein Leben.

Beide Menschen waren gleich alt. Beide hatten eine ähnliche Diagnose.

Da hat Samuel Koch gemerkt: Ich kann niemandem Mut aufzwingen.

Jeder Mensch muss den Mut zum Leben selbst finden. Oder ein Ja zum Leben. Manchmal reicht am Anfang auch ein Vielleicht.

Darum sagt Samuel Koch: Das Wort Mutmacher hat Grenzen.

Er versucht, ehrlich und gut zu leben. So gut er kann.

Er glaubt: Jeder Mensch trägt Verantwortung. Besonders in einem demokratischen Land.

Wer in der Öffentlichkeit steht, trägt besonders viel Verantwortung. Diese Verantwortung möchte Samuel Koch übernehmen.

Leben Samuel Koch auf einem Sofa

© Frederick Sams

Findet Kraft und Stärke auch in stillen Momenten – und in seinem Glauben.

Frage:
Was ist sein Lebensmotto?

In seiner Abiturzeitung schrieb Samuel Koch einmal als Lebensmotto: „Erst der Spaß, dann das Vergnügen.“

Das war mit Humor gemeint.

Heute sagt er: Mein Lebensmotto ist nicht jeden Tag gleich. Es verändert sich.

Ein wichtiger Teil ist sein Glaube.

Für Samuel Koch bedeutet Glaube: Ich hoffe auf etwas Gutes. Auch wenn ich es noch nicht sehen kann.

Er sagt: Ich tue, was Menschen möglich ist. Und ich hoffe trotzdem auf das Unmögliche.

Wenn Samuel Koch auf eine Bühne geht, denkt er oft daran: Menschen brauchen einen liebevollen Gott.

Das kann viele Bedeutungen haben. Manchmal kann es auch bedeuten: Man muss Menschen zum Nachdenken bringen.

Frage:
Was macht Samuel Koch glücklich?

Samuel Koch unterscheidet zwei Arten von Glück.

Die erste Art sind Glücksmomente. Sie kommen schnell. Und sie gehen oft auch schnell wieder vorbei.

Solche Glücksmomente erlebt er zum Beispiel:

  • bei einer Theaterprobe
  • in einem guten Theaterstück
  • im Kino
  • beim Schwimmen
  • in der Natur
  • mit seiner Frau
  • mit seiner Familie
  • mit Freunden
  • wenn er Fahrtwind spürt

Er mag auch Momente, in denen sich der Körper leicht anfühlt.

Die zweite Art von Glück ist für ihn wichtiger. Das ist tiefe Zufriedenheit. Sie hängt nicht so stark von schönen Momenten ab.

Samuel Koch fragt: Was ist, wenn gerade kein Glücksmoment möglich ist? Kann man dann trotzdem glücklich sein?

Er hofft: Ja, das geht.

Er versucht, innerlich zufrieden zu sein. Auch wenn die Umstände schwer sind. Auch wenn seine Gefühle schwierig sind.

Diese tiefe Zufriedenheit findet er bei Menschen, die ihm wichtig sind.

Er findet sie aber auch in der Stille. Vor Kurzem war er wieder einige Tage in einem Kloster.

Dort spricht er mit Gott. Das gibt ihm inneren Frieden.

Dieser Frieden hilft ihm auch in schweren Momenten. Denn solche Momente gibt es jeden Tag. Sie können einen Menschen müde und traurig machen.

Frage:
Wo findet Samuel Koch innere Stärke?

Samuel Koch findet Stärke vor allem in stillen Momenten.

Er versucht, sich jeden Tag Zeit für Stille zu nehmen.

Einmal im Jahr nimmt er sich besonders viel Zeit dafür. Dann will er innerlich stärker werden. Er will sich neu ausrichten.

Er fragt sich dann: Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Oder laufe ich nur meinen eigenen Wünschen hinterher?

Samuel Koch sagt: Es geht nicht nur um die Frage: Was kann das Leben mir bieten?

Wichtiger ist auch die Frage: Was kann ich dem Leben bieten?

Dazu passt für ihn ein Satz aus der Bibel: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“

Das bedeutet: Gottes Kraft kann besonders dort wirken, wo Menschen schwach sind.

Frage:
Hat sich sein Glaube nach dem Unfall verändert?

Samuel Koch sagt: Er hat nach dem Unfall nicht neu zum Glauben gefunden. Aber sein Glaube wurde intensiver.

Er sagt: Alles im Leben verändert sich. Darum hat sich auch sein Glaube verändert.

Früher gab es vielleicht einen einfachen Kinderglauben: Gott passt schon auf. Dann wird alles gut.

Nach dem Unfall konnte Samuel Koch so nicht mehr glauben.

Er musste erkennen: Körperliche Unversehrtheit ist nicht alles. Es muss noch etwas Wichtigeres geben.

Dadurch wurde sein Glaube tiefer.

Frage:
Wie lebt Samuel Koch seinen Glauben?

Samuel Koch findet Gemeinschaft sehr wichtig.

Er sagt: Nicht jeder soll nur für sich allein glauben. Menschen brauchen einander.

Gleichzeitig ist ihm persönliches Gebet wichtig. Und das Stillwerden.

Beten bedeutet für ihn nicht nur: Gott um etwas bitten.

Beten bedeutet auch: still werden. hören. offen sein.

Samuel Koch trifft sich gern mit guten Freunden, die seinen Glauben teilen.

Frage:
Wie begleitet ihn der Glaube im Alltag?

Samuel Koch beginnt den Tag bewusst.

Bevor er Nachrichten liest, nimmt er sich Zeit für Stille.

Er legt den Tag in Gottes Hände.

Manche Menschen nennen das Meditation. Andere nennen es Gebet.

Samuel Koch liest außerdem jeden Tag einen Text, der ihm Orientierung gibt.

Im Alltag ist der Glaube für ihn wie eine Beziehung. Manchmal fühlt er sich Gott sehr nah. Manchmal fühlt es sich weiter weg an.

Manchmal geht er sehr bewusst mit seinem Glauben durch den Tag. Und manchmal merkt er: Ich habe nur reagiert. Ich war getrieben. Ich habe nicht bewusst gehandelt.

Zur Person: Samuel Koch

Samuel Koch wurde 1987 geboren. Früher war er Kunstturner.

Im Jahr 2010 hatte er einen schweren Unfall. Seitdem ist er vom Hals abwärts gelähmt.

Im Jahr 2014 machte er sein Schauspiel-Diplom. Er war der erste Rollstuhlfahrer mit diesem Abschluss.

Heute ist Samuel Koch Schauspieler am Nationaltheater Mannheim. Er spielte auch in Filmen und Fernseh-Serien mit.

Hinweis:
Dieser Text in Einfacher Sprache wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.
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Er ist rechtlich nicht bindend.
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