„Mobbing hört nicht zu Hause auf“

Bastian Bielendorfer wurde in der Schule gemobbt. Heute ist er Comedian. Er erzählt auf der Bühne von seinen Erfahrungen.

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Von Stephan Johnen

Bastian Bielendorfer wurde als Kind gemobbt.

Mobbing bedeutet: Ein Mensch wird immer wieder schlecht behandelt.

Zum Beispiel:

  • Er wird beleidigt.
  • Er wird ausgelacht.
  • Er wird ausgeschlossen.
  • Oder andere machen ihm Angst.

Bastian Bielendorfer war als Kind übergewichtig.
Er hatte eine bestimmte Frisur.
Er hatte einen Sprachfehler.
Und seine Eltern waren Lehrer.

Das war für ihn in der Schule schwer.
Andere Kinder machten sich über ihn lustig.

Heute steht Bastian Bielendorfer auf der Bühne.
Er ist Comedian.

Das bedeutet: Er bringt Menschen zum Lachen.

Er nennt sich auf der Bühne auch „Mister Boombasti“.
Er hat erfolgreiche Bücher geschrieben.
Und er hat eine eigene Fernseh-Sendung.

Im Jahr 2010 wurde er bekannt.

Damals war er in der Fernseh-Sendung „Wer wird Millionär?“.
Dort erzählte er lustige Geschichten aus seinem Leben.

Zum Beispiel darüber, wie es ist, ein Lehrer-Kind zu sein.

Später schrieb er wirklich ein Buch darüber.

In diesem Gespräch erzählt Bastian Bielendorfer: So war es für ihn, als Schüler gemobbt zu werden.

Und er erzählt auch: Diese schwere Erfahrung hat ihn stärker gemacht.

Frage:
Ein böser Witz lautet:
9 von 10 Beteiligten haben kein Problem mit Mobbing.
Wie viel Wahrheit steckt in diesem Witz?

Bastian Bielendorfer:
Leider ziemlich viel.

Ich glaube: Viele Mobber verstehen als Kinder gar nicht, was sie anderen antun.
Ich merke das heute manchmal bei meinen Shows.
Menschen kommen zu meinen Auftritten.
Früher haben sie mich schlecht behandelt.
Heute zahlen sie Eintritt.
Und nach der Show sagen sie: Früher waren wir doch gute Freunde.

Frage:
Wie funktioniert Mobbing?
Wann fängt Mobbing an?

Bielendorfer:
Beim Mobbing geht es oft darum: Jemand will sich selbst größer fühlen.

Darum macht er einen anderen Menschen klein.
Das ist ein einfacher Mechanismus.
Aber er funktioniert in jedem Alter.
Besonders oft passiert das in der Schule.
Denn Kinder und Jugendliche wissen oft noch nicht genau, wer sie sind.
Sie suchen ihren Platz in der Gruppe.

Frage:
Wie war Ihre eigene Geschichte?

Bielendorfer:
Ich hatte schlechte Voraussetzungen.
Meine Mutter war Lehrerin an meiner Grundschule.
Mein Vater war Lehrer an meinem Gymnasium.
Mein Onkel war sogar Direktor.
Das war keine gute Ausgangslage.

Außerdem war ich unsportlich.
Und ich war übergewichtig.

Frage:
Warum mobben Menschen andere?
Wollen Mobber damit eigene Probleme verdecken?

Bielendorfer:
Das ist unterschiedlich.

Bei Jugendlichen ist es oft so: Sie sind selbst unsicher.
Sie wissen noch nicht genau, wer sie sind.
Dann fühlt es sich für sie gut an, stärker zu sein als jemand anderes.

Frage:
Gibt es das perfekte Mobbing-Opfer?

Bielendorfer:
Ja.
Mich mit 10 Jahren.

Frage:
Kann man Mobbing verhindern?
Gibt es gute Wege dagegen?

Bielendorfer:
Nicht wirklich.

Viele Eltern sagen: Ignoriere die anderen einfach.
Dann hören sie auf.

Ich finde: Das stimmt nicht.

Eltern müssen aufmerksam sein.
Sie müssen ihre Kinder unterstützen.
Auch Lehrerinnen und Lehrer müssen helfen.
Das darf man von ihnen erwarten.

Frage:
Hören Mobber auf, wenn sich das Opfer stark wehrt?

Bielendorfer:
Wenn jemand stark leidet, machen Mobber oft weiter.
Denn sie merken: Ihre Angriffe wirken.

Aber es ist sehr schwer, einem Kind oder Jugendlichen zu sagen: Bleib ruhig.
Denn Mobbing tut weh.
Und es macht viel mit einem Menschen.

Frage:
Was raten Sie Kindern?
Und was raten Sie Eltern, Lehrern und Menschen, die Mobbing sehen?

Bielendorfer:
Eltern sollen aufmerksam sein.
Sie sollen ihre Kinder fragen: Wie geht es Dir?
Was passiert in der Schule?
Und sie sollen nicht aufhören nachzufragen.

Wenn Eltern unsicher sind, sollen sie sich selbst ein Bild machen.
Es geht nicht darum, sofort wild zu handeln.

Aber es geht darum:
Kinder sollen merken: Meine Eltern stehen hinter mir.

Ich bin nicht allein.

Frage:
Ist der Umgang miteinander heute härter geworden?

Bielendorfer:
Das ist schwer zu sagen.
Auch vor 30 Jahren war es nicht leicht.
Damals war ich selbst ein Kind.

Heute kommt aber Social Media dazu.
Also zum Beispiel Instagram, TikTok oder WhatsApp.
Darum hört Mobbing nicht an der Haustür auf.
Es geht zu Hause weiter.
Zum Beispiel auf dem Handy.
Das macht es für Kinder und Jugendliche sicher noch schwerer.

Frage:
Warum sprechen Sie auf der Bühne über Mobbing?

Bielendorfer:
Mobbing ist nur ein kleiner Teil meines Programms.
Ich bin Komiker.
Ich bin kein Soziologe.
Ein Soziologe erforscht Menschen und Gesellschaft.

Ich möchte vor allem: Die Menschen sollen lachen.
Sie sollen für 2 Stunden ihre Sorgen vergessen.

Frage:
Weihnachten kommt näher.
Was wünschen Sie sich für unsere Gesellschaft?

Bielendorfer:
Ich wünsche mir mehr Zusammenhalt.
Ich wünsche mir weniger Spaltung.
Und ich wünsche mir mehr Verständnis füreinander.
Wir leben alle auf demselben Planeten.
Und im Grunde haben wir alle ähnliche Bedürfnisse.

Zum Beispiel:
Wir wollen sicher sein.
Wir wollen geliebt werden.
Wir wollen dazugehören.

Frage:
Welche Frage können Sie nicht mehr hören?

Bielendorfer:
Die Frage: Wie ist es, ein Lehrer-Kind zu sein?

Aber ich bin selbst schuld daran.
Denn ich habe viel darüber erzählt.

Hinweis:
Dieser Text in Einfacher Sprache wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.
Er dient nur zur Information.
Er ist rechtlich nicht bindend.
Gültig ist nur das Original im Alltagssprach-Deutsch.

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