Was uns wirklich glücklich macht
Für ein gutes Leben sind 3 Dinge wichtig: gute Beziehungen zu anderen Menschen, etwas Sinnvolles tun, dankbar sein für gute Dinge im Leben

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Karlheinz Ruckriegel erforscht das Glück.
Er sagt:
„Wir Menschen brauchen andere Menschen.
Wir sind sehr soziale Lebewesen.
Deshalb ist es wichtig, dass wir gut miteinander umgehen.“
Von Kathrin Albrecht
Worum geht es?
Viele Menschen wollen glücklich sein.
Aber was ist Glück eigentlich?
Und was brauchen Menschen für ein gutes Leben?
Karlheinz Ruckriegel beschäftigt sich mit diesen Fragen.
Er ist Glücks-Forscher.
Er hat früher als Professor für Volkswirtschaft gearbeitet.
Volkswirtschaft bedeutet:
Man untersucht zum Beispiel Geld, Arbeit und Wirtschaft in einem Land.
Frage:
Was ist Glück?
Karlheinz Ruckriegel sagt:
Glück hat 2 Bedeutungen.
Die erste Bedeutung ist Zufall.
Dann sagt man zum Beispiel:
„Ich habe Glück gehabt.“
Die zweite Bedeutung ist ein Gefühl.
Dann sagt man:
„Ich bin glücklich.“
Die Glücks-Forschung untersucht vor allem diese zweite Bedeutung.
Sie fragt:
- Wann fühlen Menschen sich wohl?
- Was macht Menschen zufrieden?
- Was hilft Menschen zu einem guten Leben?
Die Wissenschaft nennt das auch: Wohlbefinden.
Dabei arbeiten verschiedene Fach-Leute zusammen.
Zum Beispiel aus:
- der Gehirn-Forschung,
- der Psychologie,
- der Soziologie,
- der Wirtschafts-Wissenschaft.
Frage:
Wie kann man Glück messen?
Glücks-Forscher fragen Menschen nach ihrem Leben.
Dabei sind 2 Bereiche wichtig.
1. Gefühle
Ein Bereich hat mit Gefühlen zu tun.
Menschen fragen sich:
- Wann fühle ich mich glücklich?
- Was tut mir gut?
- Was macht mir Freude?
Die positive Psychologie beschäftigt sich damit.
Sie schaut auf die guten Seiten im Leben.
Sie fragt:
Was stärkt Menschen?
Was macht Menschen zufriedener?
Karlheinz Ruckriegel sagt:
Für ein glücklicheres Leben brauchen Menschen viele gute Gefühle.
Etwa 4-mal so viele gute Gefühle wie schlechte Gefühle.
2. Bewertung des eigenen Lebens
Der zweite Bereich hat mit Nachdenken zu tun.
Menschen fragen sich:
- Bin ich zufrieden mit meinem Leben?
- Bin ich auf einem guten Weg?
- Erreiche ich meine Ziele?
In Befragungen geben Menschen eine Zahl an.
Die Skala geht von 0 bis 10.
0 bedeutet:
Ich bin gar nicht zufrieden.
10 bedeutet:
Ich bin sehr zufrieden.
Dann vergleichen Forscher die Antworten von vielen Menschen.
So erkennen sie:
Was macht viele Menschen zufrieden?
Gefühle und Nachdenken hängen zusammen.
Beides beeinflusst unser Glück.
Frage:
Was macht Menschen glücklich?
Es gibt einige Dinge, die für viele Menschen wichtig sind.
Besonders wichtig sind gute Beziehungen.
Zum Beispiel zu:
- Familie,
- Freundinnen und Freunden,
- Nachbarn,
- Kolleginnen und Kollegen.
Dabei hilft eine wichtige Regel.
Sie heißt: Goldene Regel.
Die Goldene Regel bedeutet:
Behandle andere Menschen so,
wie du selbst behandelt werden möchtest.
Auch Gesundheit ist wichtig.
Weitere wichtige Dinge sind:
- etwas Sinnvolles tun,
- sich für andere einsetzen,
- frei entscheiden können,
- selbst handeln können,
- sich weiterentwickeln.
Auch Geld spielt eine Rolle.
Aber mehr Geld macht nicht automatisch glücklicher.
Karlheinz Ruckriegel fasst es so zusammen:
Für Glück sind 3 Dinge besonders wichtig:
- gute Beziehungen,
- etwas für andere Menschen und die Gesellschaft tun,
- sich persönlich weiterentwickeln.
Zeit ist sehr wichtig
Zeit spielt eine große Rolle für ein gutes Leben.
Die Frage ist:
Wie nutzt du deine Zeit?
Wenn du sehr viel Zeit für Arbeit und Geldverdienen brauchst,
bleibt weniger Zeit für andere wichtige Dinge.
Zum Beispiel für:
- Familie,
- Freunde,
- Erholung,
- Bewegung,
- Glauben,
- Hilfe für andere.
Ein gutes Leben braucht also auch eine gute Einteilung der Zeit.

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Karlheinz Ruckriegel war bis zu seiner Emeritierung Professor für Volkswirtschaftslehre.
Frage:
Kann man lernen, glücklicher zu leben?
Ja.
Karlheinz Ruckriegel sagt:
Man kann glücklicher leben lernen.
Wichtig ist eine andere Haltung.
Negative Gefühle sind oft stärker als positive Gefühle.
Das kommt aus der Entwicklung des Menschen.
Früher war das wichtig.
Unsere Vorfahren mussten schnell auf Gefahren reagieren.
Heute helfen negative Gefühle nicht immer.
Zum Beispiel im Stau.
Wenn du dich im Stau ärgerst, wird die Situation nicht besser.
Besser ist:
Bewusst auf gute Dinge schauen.
Du kannst dich fragen:
- Wofür bin ich dankbar?
- Was war heute schön?
- Wen habe ich getroffen?
- Was hat mir gutgetan?
Eine Hilfe ist ein Dankbarkeits-Tagebuch.
Dabei schreibst du regelmäßig auf,
wofür du dankbar bist.
Dann merkst du oft:
Es passieren viele gute Dinge.
Man übersieht sie nur leicht.
Wer mehr auf gute Erlebnisse achtet,
nimmt auch mehr gute Erlebnisse wahr.
Auch Ziele sind wichtig.
Ziele dürfen groß sein.
Aber sie müssen zu deinem Leben passen.
Frage:
Was bedeutet Glück für die Gesellschaft?
Menschen brauchen andere Menschen.
Wir sind soziale Wesen.
Das bedeutet:
Wir leben nicht gut allein.
Wir brauchen Gemeinschaft.
Darum ist wichtig:
- gut miteinander umgehen,
- einander helfen,
- aufeinander achten,
- füreinander da sein.
Die wichtigsten Glücks-Faktoren haben fast immer mit anderen Menschen zu tun:
- gute Beziehungen,
- etwas für die Gesellschaft tun,
- sich mit anderen weiterentwickeln.
Frage:
Was hat das mit dem Christentum zu tun?
Karlheinz Ruckriegel sagt:
Auch das Christentum hat viele wichtige Gedanken für ein glückliches Leben.
Zum Beispiel:
- dankbar sein,
- anderen helfen,
- den Nächsten lieben,
- Gemeinschaft leben.
Nächstenliebe bedeutet:
Ich sehe den anderen Menschen.
Ich helfe ihm.
Ich behandle ihn mit Respekt.
Diese Themen sind wichtig für die Glücks-Forschung.
Und sie sind wichtig im Christentum.
Darum können Kirchen viel für das Zusammenleben tun.
Frage:
Einsamkeit ist ein großes Problem
Viele Menschen sind einsam.
Das ist ein großes Problem in der Gesellschaft.
Karlheinz Ruckriegel sagt:
Dagegen müssen wir mehr tun.
Eine internationale Organisation untersucht regelmäßig,
wie zufrieden Menschen in verschiedenen Ländern sind.
Die Organisation heißt OECD.
Sie vergleicht viele Länder.
Der Vergleich heißt „Better Life Index“.
Das bedeutet: Index für ein besseres Leben.
Dabei geht es um Fragen wie:
- Gibt es ein gutes Gesundheits-System?
- Gibt es gute Bildung?
- Haben Menschen Arbeit?
- Haben Menschen genug Einkommen?
- Fühlen Menschen sich frei?
- Können Menschen ihr Leben mitgestalten?
Die skandinavischen Länder schneiden oft sehr gut ab.
Dazu gehören zum Beispiel Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark.
Dort gibt es oft:
- weniger Ungleichheit,
- gute soziale Sicherheit,
- viel Vertrauen,
- das Gefühl: Ich kann etwas bewirken.
Die Steuern sind dort hoch.
Viele Menschen akzeptieren das.
Denn sie wissen:
Dafür funktionieren viele soziale Hilfen gut.
Gemeinschaft hilft gegen Einsamkeit
Einsamkeit gibt es in vielen Ländern.
Im Vereinigten Königreich gibt es seit 2018 sogar ein Ministerium für Einsamkeit.
Das zeigt:
Einsamkeit ist ein wichtiges Thema.
Auch ältere Menschen sind oft betroffen.
Zum Beispiel Menschen, die verwitwet sind.
Verwitwet bedeutet:
Der Ehepartner oder die Ehepartnerin ist gestorben.
Eine Stadt hat Menschen über 75 Jahre befragt.
Viele verwitwete Frauen waren allein.
Studien zeigen:
Bei Männern sinkt die Zufriedenheit oft zwischen 40 und 50 Jahren.
Danach steigt sie wieder.
Bei Frauen sinkt die Zufriedenheit im hohen Alter oft noch einmal.
Ein Grund ist:
Viele Frauen leben dann allein,
weil ihr Partner gestorben ist.
Darum braucht es mehr Angebote für Gemeinschaft.
Zum Beispiel:
- Treffpunkte,
- Besuchs-Dienste,
- Gruppen in Gemeinden,
- Nachbarschafts-Hilfe,
- Angebote der Kirchen,
- politische Unterstützung.
Karlheinz Ruckriegel sagt:
Kirchen können dabei helfen.
Aber auch die Politik muss handeln.
Zur Person: Karlheinz Ruckriegel
Karlheinz Ruckriegel machte zuerst eine kaufmännische Ausbildung.
Danach studierte er Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth.
Volkswirtschaftslehre beschäftigt sich mit Wirtschaft, Geld, Arbeit und Gesellschaft.
Später arbeitete er bei einer Bank.
Dann arbeitete er an der Universität Bayreuth.
Dort schrieb er auch seine Doktorarbeit.
Das ist eine große wissenschaftliche Arbeit.
Danach arbeitete er bei der Deutschen Bundesbank in München.
Die Bundesbank beschäftigt sich mit Geld und Währung.
Außerdem unterrichtete er an der Hochschule der Deutschen Bundesbank.
Von 1995 bis 2024 war Karlheinz Ruckriegel Professor.
Er arbeitete an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.
Heute ist er im Ruhestand.
Seine Themen sind:
- Wirtschaft,
- Geld-Politik,
- Währungs-Politik,
- psychologische Wirtschaft,
- Glücks-Forschung.
Mehr Informationen gibt es auf seiner Internet-Seite:
www.ruckriegel.org
Hinweis:
Dieser Text in Einfacher Sprache wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.
Er dient nur zur Information.
Er ist rechtlich nicht bindend.
Gültig ist nur das Original im Alltagssprach-Deutsch.



