Klimakrise, Krieg und Katastrophen.

Ist da noch Platz für Zuversicht?

Hoffnung

Viele junge Menschen machen heute andere Pläne für ihr Leben als früher.
Sie denken viel über die Zukunft nach.
Sie machen sich Sorgen.

Zum Beispiel wegen:

  • Krieg,
  • Klimakrise,
  • Katastrophen,
  • Social Media,
  • Schule
  • und ihrer eigenen Zukunft.

Aber viele junge Menschen haben auch Hoffnung.

Sie erzählen:
Das macht mir Mut.
Das gibt mir Kraft.

Hoffnung Victoria Breuer Quer

© privat

„Es folgte die Erkenntnis, dass die persönliche Sicherheit auf diversen Ebenen deutlich angreifbarer ist als bisher gedacht.“

Victoria Breuer, 23 Jahre, aus Jülich

Bis nach dem Abitur hatte ich einen klaren Plan für mein Leben.
Ich wollte Pharmazie studieren.

Pharmazie bedeutet: Man lernt viel über Medikamente.

Später kann man zum Beispiel in einer Apotheke arbeiten.
Ich wollte den richtigen Mann finden.
Vielleicht wollte ich eine Apotheke leiten.
Ich wollte heiraten.
Und Kinder bekommen.

Mit meinen Freundinnen habe ich oft über unsere Zukunft gesprochen.
Die Welt fühlte sich sicher an.
Unser Leben fühlte sich auch sicher an.
Manchmal machten wir sogar Witze.

Wir dachten: Vielleicht bekommt eine von uns einmal den Nobelpreis.
Der Nobelpreis ist eine sehr wichtige Auszeichnung.
Man bekommt ihn zum Beispiel für besondere Forschung.
Oder für den Einsatz für Frieden.

Dann kamen viele Krisen.
Es gab Krisen in meinem eigenen Leben.
Es gab Krisen in der Gesellschaft.
Und es gab Krisen auf der ganzen Welt.

Zum Beispiel:

  • die Corona-Pandemie,
  • der Erfolg von rechten Gruppen,
  • und die Flut im Sommer 2021.

Diese Dinge waren nicht mehr weit weg.
Sie passierten direkt bei uns.

Außerdem habe ich mein Studium abgebrochen.

Danach habe ich gemerkt: Meine Sicherheit ist nicht so groß, wie ich dachte.
In vielen Bereichen kann das Leben schnell unsicher werden.
Früher sprachen wir über schöne Zukunfts-Träume.
Zum Beispiel über ein Kleid für die Nobelpreis-Feier.

Heute sprechen wir über andere Fragen.

Zum Beispiel: Kann man noch Kinder in diese Welt setzen?
Manchmal machen wir dunkle Witze.

Zum Beispiel: Wer von uns stirbt zuerst an der Hitze?

Auch Dating beschäftigt mich.

Dating bedeutet: Man lernt Menschen kennen.

Vielleicht entsteht daraus eine Beziehung.
Ich bin Christin.
Und ich habe feministische Ideen.

Feministisch bedeutet: Frauen und Männer sollen die gleichen Rechte haben.

Alle Menschen sollen selbst über ihr Leben bestimmen können.
Damit passe ich oft in keine Schublade.

Manche Menschen denken: Wenn Du glaubst, sollst Du Dich unterordnen.

Andere Menschen denken: Wenn Du Feministin bist, kannst Du nicht katholisch sein.

Trotz allem bin ich nicht pessimistisch.

Pessimistisch bedeutet: Man erwartet vor allem Schlechtes.

Ich mache mir Sorgen.
Um meine Zukunft.
Und um die Zukunft der Welt.

Aber ich weiß auch:
Es reicht nicht mehr zu sagen:
Bisher ist immer alles gut gegangen.

Ich habe erlebt:
Begegnungen geben Kraft.
Einzelne Menschen geben Kraft.
Und der Glaube gibt Kraft.

Ich habe eine tiefe Hoffnung: Da ist jemand, der mich trägt.
Auch wenn das Leben schwer wird.

Ich glaube: Gott gibt mir Kraft.
Zur richtigen Zeit.
Dann, wenn ich gebraucht werde.
Ich möchte Lehrerin werden.

Ich hoffe:
Ich kann viele junge Menschen ein Stück begleiten.
Ich möchte sie stärken.

Und wer weiß: Vielleicht ist ein Kind dabei, das später wirklich den Nobelpreis bekommt.
Vielleicht für wichtige Forschung zum Klima.
Oder für den Frieden.

Meine Hoffnung für die Zukunft ist: Ich kann Vertrauen haben.
Vertrauen in mich selbst.
Vertrauen in andere Menschen.
Und Vertrauen in Gott.

Ich wünsche mir:
Ich bleibe offen für das, was kommt.
Auch wenn es anders kommt, als ich gedacht habe.

Alex Braun - Hoffnung

© Stephan Johnen

„Ich habe als einzelner Mensch zwar nicht so viel Kraft, aber auch ich weiß, dass ich immer noch etwas verändern kann.“

Alex Braun (17 Jahre)  aus Düren

Ich habe ein bisschen Angst vor der Zukunft.
Aber ich versuche, Hoffnung zu behalten.
Wovor habe ich Angst?
Ich habe Angst, dass ich nicht alt werde.

Zum Beispiel wegen Kriegen.
Oder wegen persönlicher Gründe.
Meine Grundstimmung ist gleich geblieben.

Früher habe ich Nachrichten geschaut.
Heute mache ich das lieber nicht mehr.

Nach der Schule möchte ich Meeresbiologie studieren.

Meeresbiologie bedeutet: Man erforscht Tiere, Pflanzen und das Leben im Meer.

Viele Menschen sprechen über das Sterben der Wälder.
Aber wir wissen noch nicht genau: Wie stark bedroht der Klimawandel die Meere?
Die Meere sind noch nicht ganz erforscht.

Mein letztes Zeugnis gibt mir Hoffnung.
Es war sehr gut.
Ich hatte mit schlechteren Noten gerechnet.

Die guten Noten zeigen mir:
Ich kann es schaffen.
Ich habe jetzt mehr Mut.
Und ich gebe mir mehr Mühe.

Oft hat man das Gefühl: Ich verliere die Kontrolle.
Zum Beispiel über das eigene Leben.
Oder über die Gesundheit.

Und die großen Länder machen sowieso, was sie wollen.

Trotzdem gilt: Auch wenn gerade vieles traurig wirkt, sollen wir uns über kleine Erfolge freuen.
Denn kleine Erfolge geben Hoffnung.
Auch kleine Erfolge sind wichtig.

Luca Schmidt - Hoffnung

© Stephan Johnen

„Ich versuche, den Algorithmus in Social Media so zu trainieren, dass es auch wieder gute Nachrichten gibt. Mehr Katzenvideos sozusagen.“

Luca Schmidt (16 Jahre)  aus Rölsdorf

Vor einem Jahr hatte ich fast keine Hoffnung mehr.
Ich hatte schlechte Noten.
Ich hatte viel Stress.
Es kam vieles zusammen.

Im Jugendtreff habe ich neue Freunde gefunden.
Auch der Lernpunkt vom Sozialwerk Dürener Christen hat mir geholfen.
Dort haben wir kürzer Schule.
Und wir machen Praktika.

Praktika bedeutet: Man arbeitet für kurze Zeit in einem Betrieb mit.

So lernt man einen Beruf besser kennen.
Dadurch wurde es wieder leichter für mich.
Ich hatte wieder Lust zu lernen.
Auf dem letzten Zeugnis hatte ich sehr gute Noten.
Mir geht es jetzt viel besser.

Aber in der Welt läuft gerade sehr viel falsch.
Im eigenen Leben merkt man das nicht immer.
Aber man merkt es, wenn man Nachrichten schaut.

Oder wenn man Social Media nutzt.

Social Media sind zum Beispiel:

  • TikTok,
  • Instagram,
  • YouTube
  • oder WhatsApp.

Ich versuche, das nicht mehr so viel zu machen.
Ich war seit Wochen nicht mehr bei TikTok.
Ich möchte mir ein eigenes Leben aufbauen.
Nach dem Schulabschluss möchte ich Erzieher werden.
Ich kann gut mit Kindern umgehen.

Über Weltpolitik denke ich so wenig wie möglich nach.
Sonst verliere ich vielleicht wieder Hoffnung.

Vox Nesnamov - Hoffnung

© Stephan Johnen

„Das Problem an Social Media ist ja, dass nur angezeigt wird, was die eigene Meinung bestätigt.“

Vox Nesnamov (18 Jahre)  aus Düren

Als Kind hatte ich viel Hoffnung.

Dann kam Corona.
Ich war nur zu Hause.
Dann begann der Krieg in der Ukraine.
In dieser Zeit ging es mir sehr schlecht.
Ich fühlte mich depressiv.

Depressiv bedeutet: Ein Mensch ist sehr traurig.
Oder fühlt sich leer.
Oft über längere Zeit.

Dann habe ich mein Interesse an Schallplatten entdeckt.
Ich habe auch angefangen, freiwillig im Jugendcafé Liebertée zu arbeiten.
In dieser Zeit habe ich begonnen, mich politisch einzusetzen.
Bei TikTok interessieren mich vor allem Musik und kreative Ideen.

Aber Social Media haben ein Problem:
Man sieht oft nur Inhalte, die zur eigenen Meinung passen.

Für mich ist wichtig:
Ich will auch das Gute sehen.
Ich will genau hinschauen.
Und ich will mir eine eigene Meinung bilden.

Nach dem Abitur mache ich zuerst ein Freiwilliges Soziales Jahr.
Ein Freiwilliges Soziales Jahr nennt man kurz FSJ.
Dabei arbeitet man für eine bestimmte Zeit in einer sozialen Einrichtung.
Zum Beispiel mit Kindern, Jugendlichen, alten Menschen oder kranken Menschen.

Danach möchte ich gern ein duales Studium zur Rechtspflegerin machen.

Duales Studium bedeutet: Man studiert.
Und man arbeitet gleichzeitig in der Praxis.

Mein Ziel ist:
Ich möchte später Richterin werden.

„Wir müssen jungen Menschen zuhören. Wir müssen ihnen Raum geben. Und wir müssen ihnen Freiheit geben, damit sie selbst etwas machen können.“

Karina Siegers

© Bistum Aachen - Andreas Steindl

Karina Siegers

Frage:
Welche Angebote gibt es in der kirchlichen Jugendarbeit?
Wie geben diese Angebote Jugendlichen Hoffnung?

Karina Siegers:
Kirchliche Jugendarbeit hat viele Angebote.
Sie schafft Orte, die Hoffnung geben.
Ein Beispiel ist die offene Jugendarbeit.
Dort gibt es sichere Orte für Kinder und Jugendliche.
Dort nehmen wir junge Menschen so an, wie sie sind.

Das ist sehr wichtig: Du musst nichts leisten, damit Du angenommen wirst.
Diese Annahme ist eine große Stärke der Kirche.

Auch die Freiwilligen Sozialen Dienste sind Orte der Hoffnung.
Junge Menschen erleben dort: Wir können die Welt verändern.

Auch Angebote zum Glauben helfen.
Dort können Jugendliche über wichtige Fragen sprechen.

Zum Beispiel:

  • Was gibt meinem Leben Sinn?
  • Woran zweifle ich?
  • Was gibt mir Hoffnung?

In der Gemeinschaft können Jugendliche Hoffnung finden.

Frage:
Wie hilft kirchliche Jugendarbeit Jugendlichen in schweren Zeiten?

Karina Siegers:
Eine neue Shell-Jugendstudie sagt: Viele Jugendliche schauen trotz großer Probleme positiv in die Zukunft.
Die Shell-Jugendstudie ist eine große Befragung.
Sie fragt junge Menschen nach ihrer Meinung.

Aber viele Jugendliche haben auch Sorgen und Ängste.
Diese Sorgen müssen wir ernst nehmen.
Jugendliche wollen bei wichtigen Themen mitreden.
Das gilt auch für die Kirche.

Wir müssen Jugendlichen zeigen: Du bist nicht allein.
Und Du kannst wirklich etwas mitgestalten.

Frage:
Wie wichtig ist es, dass die Kirche die Probleme junger Menschen kennt?

Karina Siegers:
Das ist sehr wichtig.

Wer Hoffnung geben will, muss die Lebenswelt von Jugendlichen kennen.

Zur Lebenswelt von Jugendlichen gehören heute zum Beispiel:

  • Krieg,
  • Angst vor der Klimakrise,
  • seelische Belastungen,
  • und soziale Ungleichheit.

Seelische Belastungen bedeutet: Ein Mensch hat innerlich viel Druck.
Zum Beispiel Angst, Stress oder Traurigkeit.

Soziale Ungleichheit bedeutet: Menschen haben nicht die gleichen Chancen.
Zum Beispiel wegen Geld, Herkunft oder Bildung.

Jugendliche wünschen sich:
Einrichtungen sollen diese Themen nicht vermeiden.
Sie sollen darüber sprechen.

Und sie sollen zeigen:
So kannst Du handeln.

Wir müssen jungen Menschen zuhören.
Wir dürfen nicht nur reden.
Wir müssen ihnen Raum geben.
Dann können sie selbst etwas tun.

Dabei geht es um:

  • Freiheit,
  • Begegnung,
  • und darum, Dinge möglich zu machen.

Frage:
Welche Rolle spielen Gemeinschaft und Glaube für Hoffnung?

Karina Siegers:
Gemeinschaft ist sehr wichtig.

In Gemeinschaft erleben Jugendliche:

  • Ich bekomme Hilfe.
  • Ich werde gesehen.
  • Ich gehöre dazu.

Der Glaube kann einigen Jugendlichen Orientierung geben.

Orientierung bedeutet: Man findet einen Weg.

Man weiß besser, was wichtig ist.
Der christliche Glaube hat eine sehr hoffnungsvolle Botschaft.
Aber viele Jugendliche mögen keinen strengen Glauben.
Sie wollen keine festen Regeln, die ihnen alles vorschreiben.

Die Shell-Jugendstudie 2024 zeigt:
Spiritualität wird für viele junge Menschen wieder wichtiger.

Spiritualität bedeutet: Menschen suchen nach Sinn.
Sie fragen nach etwas Größerem.
Das kann mit Gott zu tun haben.
Muss es aber nicht.

Viele Jugendliche sagen nicht:
Ich bin klassisch religiös.

Die Kirche kann dafür offene Räume schaffen.
Sie soll Jugendliche einladen.
Aber sie soll sie nicht vereinnahmen.

Vereinnahmen bedeutet: Man lässt jemandem nicht genug Freiheit.
Man will bestimmen, wie jemand glauben oder leben soll.

Frage:
Was wünschst Du Dir für die Zukunft der kirchlichen Jugendarbeit?

Karina Siegers:
Ich wünsche mir eine mutige und offene Kirche.
Die Kirche soll bereit sein zu lernen.
Sie soll jungen Menschen nicht nur Angebote machen.
Sie soll junge Menschen noch mehr mitgestalten lassen.
Dafür brauchen Jugendliche mehr Räume.
Dort können sie eigene Ideen umsetzen.
Sie brauchen gute Möglichkeiten, sich zu beteiligen.

Und die Kirche braucht mehr Mut.

Noch besser ist: Wir lassen Jugendliche eigene Wege gehen.

Wir vertrauen ihnen.
Junge Menschen können Hoffnung geben.
Und sie können viel bewegen.
Auch für Veränderungen in der Kirche.

Hinweis:
Dieser Text in Einfacher Sprache wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.
Er dient nur zur Information.
Er ist rechtlich nicht bindend.
Gültig ist nur das Original im Alltagssprach-Deutsch.

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