Wie kann Integration in Städten und Gemeinden gelingen?
Viele streiten über Geflüchtete. Manche geben ihnen die Schuld an Problemen. Gleichzeitig fehlen in Deutschland viele Fachkräfte und Arbeitskräfte.

Viele Menschen kennen den Satz von Angela Merkel:
„Wir schaffen das.“
Sie sagte das im Jahr 2015.
Damals kamen viele geflüchtete Menschen nach Deutschland.
Heute denken viele Menschen anders.
Sie sagen:
„Es reicht. Wir können nicht mehr.“
Denn es gibt viele Probleme.
Zum Beispiel:
- Es gibt zu wenige Wohnungen.
- Es gibt zu wenige Kita-Plätze.
- Viele Menschen machen sich Sorgen wegen Kriminalität.
Oft sagen Menschen dann schnell:
Die geflüchteten Menschen sind schuld.
Aber stimmt das wirklich?
Der Journalist Michael Esser sagt:
Es gibt Orte, an denen Integration nicht gut klappt.
Aber es gibt auch viele Orte, an denen Integration sehr gut klappt.
Vielleicht gibt es sogar mehr gute Beispiele als schlechte.
Über diese guten Beispiele hat Michael Esser geschrieben.
Andere Städte und Gemeinden können daraus lernen.
Seine wichtigste Erkenntnis ist:
Die Haltung ist entscheidend.
Das bedeutet:
Wichtig ist, wie Menschen auf die Lage schauen.
Fragen sie sich:
- Können wir Integration schaffen?
- Wollen wir Lösungen finden?
Oder denken sie sofort:
- Das schaffen wir nicht.
- Es geht sowieso nicht.

© Bertelsmann Stiftung
Zum Nachlesen:
Michael Esser beschreibt gute Beispiele für Integration.
Diese Beispiele stehen in dem Buch:
„Von Arbeit bis Zusammenleben – Wie Flüchtlingsintegration in Kommunen gelingen kann“
Kommunen sind Städte, Gemeinden und Landkreise.
Das Buch ist bei der Bertelsmann Stiftung erschienen.
ISBN: 978-3-86793-998-0
Das Buch kostet 18 Euro.
Michael Esser lebt in Herzogenrath.
Für das Buch ist er durch Deutschland gereist.
Er hat Orte gesucht, an denen Integration gelingt.
Auch dort, wo die Bedingungen schwierig sind.
Die Bertelsmann Stiftung will mit dem Buch zeigen:
Integration hat viele Seiten.
Man soll sachlicher darüber sprechen.
Und man soll mehr auf Lösungen schauen.
Es geht nicht um perfekte Beispiele
Im Buch gibt es auch einen Text von Professor Dietrich Thränhardt.
Er ist Politikwissenschaftler.
Er erklärt:
So können geflüchtete Menschen Arbeit finden.
Außerdem zeigt das Buch Beispiele aus Städten und Regionen.
Michael Esser sagt:
Es sind keine perfekten Beispiele.
Auch dort gibt es Probleme.
Aber insgesamt läuft es gut.
Die Reise begann in Krefeld
Michael Esser begann seine Reise in Krefeld.
Das liegt in der Nähe von Aachen.
Dort besuchte er das Kommunale Integrationszentrum.
Ein Kommunales Integrationszentrum hilft bei Integration.
Zum Beispiel in Schule, Beruf und Alltag.
Michael Esser lernte auch eine Beratung für junge Geflüchtete kennen.
Diese Beratung hilft jungen Menschen, einen guten Weg für die Zukunft zu finden.
Außerdem sprach er mit Dr. Silvia Fiebig.
Sie ist Integrationsbeauftragte in Krefeld.
Danach besuchte Michael Esser acht weitere Städte.
Seine Reise ging von der Ostsee bis in den Schwarzwald.
Er sagt:
Überall habe ich Menschen getroffen, denen Integration wichtig ist.
Sie setzen sich mit viel Überzeugung dafür ein.
Integration beginnt mit Unterschieden
Eine Frau aus der Ukraine sagte zu Michael Esser:
Integration beginnt bei den Unterschieden.
Danach sucht man nach Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten.
Michael Esser findet diesen Gedanken wichtig.
Für ihn ist klar:
Die Haltung einer Stadt oder Gemeinde ist sehr wichtig.
Sie entscheidet oft, ob Integration gut gelingt.
Früher kamen viele sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland.
Viele Menschen dachten damals:
Sie gehen bald wieder zurück.
Darum müssen wir uns nicht kümmern.
Deshalb wurden viele Probleme nicht gelöst.
Oder andere Themen waren wichtiger.
Michael Esser sagt:
Das war damals falsch.
Und das ist heute auch falsch.
Seine Recherche zeigt:
Dort, wo Städte und Gemeinden Integration positiv angehen, klappt es besser.
Deutschland ist ein Einwanderungsland
Manche Menschen sagen:
Deutschland ist kein Einwanderungsland.
Michael Esser findet das falsch.
Ein Einwanderungsland ist ein Land, in das Menschen aus anderen Ländern kommen.
Sie leben dort dauerhaft.
Michael Esser sagt:
Deutschland ist schon sehr lange ein Einwanderungsland.
Spätestens seit dem Dreißigjährigen Krieg.
Der Dreißigjährige Krieg war von 1618 bis 1648.
Danach kamen viele Menschen in deutsche Gebiete.
Michael Esser sagt:
Wer nur auf Probleme reagiert und keine Pläne macht, fällt schnell zurück.
Deutschland braucht Zuwanderung
Professor Dietrich Thränhardt sagt:
Deutschland braucht Menschen aus anderen Ländern.
Denn in Deutschland fehlen Fachkräfte und Arbeitskräfte.
Fachkräfte sind Menschen mit einer Ausbildung oder einem Studium.
Arbeitskräfte sind Menschen, die arbeiten können.
Viele Menschen aus der Ukraine haben gute Ausbildungen.
Aber Deutschland hat diese Fähigkeiten oft nicht gut genutzt.
Nach mehr als zwei Jahren sind viele Menschen enttäuscht.
Manche Politikerinnen und Politiker fordern deshalb harte Rückführungen.
Rückführung bedeutet:
Menschen sollen in ihr Herkunftsland zurückgebracht werden.
Dietrich Thränhardt fragt:
Warum haben wir es nicht geschafft, gut ausgebildete Menschen aus der Ukraine schneller in Arbeit zu bringen?
Seine Antwort ist:
Deutschland hat zu wenig getan.
Zum Beispiel bei:
- der Anerkennung von Berufsabschlüssen
- Führerscheinen für Berufskraftfahrer
- Weiterbildungen
Anerkennung bedeutet:
Ein Abschluss aus einem anderen Land wird auch in Deutschland gültig.
In vielen Nachbarländern ging das schneller.
Die Europäische Union hatte dafür Ausnahmen erlaubt.
So wären einfache und schnelle Verfahren möglich gewesen.
Beratung hilft sehr
Viele gute Beispiele im Buch zeigen:
Geflüchtete brauchen gute Beratung.
Initiativen und Behörden helfen dabei.
Sie beraten gezielt.
Sie machen Menschen stärker.
Und sie zeigen neue Wege.
Dabei geht es zum Beispiel um:
- Schule
- Ausbildung
- Beruf
- Wohnen
- Zusammenleben
Integration gelingt besonders gut, wenn Bürgerinnen und Bürger und Verwaltung zusammenarbeiten.
Staat und Zivilgesellschaft müssen zusammenarbeiten
Michael Esser sagt:
Ohne die Zivilgesellschaft geht es nicht.
Aber ohne den Staat geht es auch nicht.
Zivilgesellschaft bedeutet:
Menschen, Vereine und Gruppen setzen sich freiwillig für andere ein.
Zum Beispiel:
- Nachbarschaftsinitiativen
- Vereine
- Ehrenamtliche
- Kirchengemeinden
- Hilfsgruppen
Kommunalverwaltungen leisten sehr viel.
Sie bekommen immer neue Aufgaben.
Das darf man nicht unterschätzen.
Gleichzeitig gibt es viele private Hilfsangebote.
Sie entstehen oft schnell.
Und sie passen oft sehr gut zu den Bedürfnissen der Menschen.
Aber auf Dauer brauchen sie häufig Unterstützung vom Staat.
Michael Esser warnt:
Wenn beide Seiten einander nicht verstehen, kann Enttäuschung wachsen.
Deshalb braucht es gute Zusammenarbeit.
Und eine bessere Organisation.
So können Städte und Gemeinden sich auch besser vorbereiten, wenn wieder viele Menschen fliehen müssen.
Es geht nicht immer nur um Geld
Die Beispiele zeigen:
Gute Hilfe braucht nicht immer sehr viel Geld.
Auch mit wenig Geld können gute Angebote entstehen.
Und sie können bleiben.
Michael Esser glaubt auch nicht:
Alle Städte und Gemeinden sind grundsätzlich überlastet.
Er sagt:
Viele Menschen glauben, sie kennen die Wahrheit.
Aber es gibt keine große wissenschaftliche Untersuchung für ganz Deutschland.
Manche Kommunen können wirklich nicht mehr.
Andere schaffen noch viel.
Kommunen sind Städte, Gemeinden und Landkreise.
Vorurteile sind ein großes Problem
Auf seiner Reise traf Michael Esser viele Menschen mit Hoffnung.
Sie hatten gute Ideen und klare Lösungen.
Aber er erlebte auch Rassismus und Ablehnung.
Rassismus bedeutet:
Menschen werden schlechter behandelt, weil sie zum Beispiel eine andere Herkunft, Hautfarbe oder Religion haben.
Michael Esser sagt:
Es gibt viele gute Beispiele.
Aber es gibt auch überall Vorurteile.
Vorurteile haben oft keinen echten Grund.
Sie kommen häufig aus Misstrauen.
Zum Beispiel:
Nachbarn sind laut.
Oder sie trennen den Müll nicht richtig.
Dann kann man miteinander reden.
Man kann Lösungen finden.
Wenn nötig, muss man Regeln auch durchsetzen.
Aber Michael Esser findet es enttäuschend:
Oft werden dann Ausgrenzung, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sichtbar.
Er sagt:
Integration gibt es nicht ohne Probleme.
Das müssen wir sehen.
Dann müssen wir Lösungen finden.
Gute Beispiele aus Deutschland
Stuttgart

© Michael Esser
In Stuttgart gibt es den Ausbildungscampus.
Dort helfen Fachleute jungen zugewanderten Menschen.
Zugewanderte Menschen sind Menschen, die aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen sind.
Lea Würschum arbeitet dort als Berufskoordinatorin.
Dr. Fazli Doğan arbeitet auch dort.
Sie unterstützen junge Menschen:
- bei ihrer persönlichen Entwicklung
- bei der Suche nach einem Beruf
- bei Fragen zum Leben in Deutschland
Viele freiwillige Helferinnen und Helfer machen mit.
Potsdam

© Michael Esser
In Potsdam wurden neue Wohnhäuser gebaut.
Sie stehen im Stadtteil Schlaatz.
Vom Beschluss bis zum Einzug dauerte es nur etwas mehr als ein Jahr.
Das ging so schnell, weil das Baurecht schon vorhanden war.
Außerdem wurden Module benutzt.
Module sind fertige Bauteile.
Sie sind ungefähr so groß wie Container.
Man kann sie zusammensetzen.
So entstehen Wohnungen in verschiedenen Größen.
Die Wohnungen sind nicht nur für Geflüchtete.
Dort können auch andere Menschen wohnen.
Zum Beispiel:
- Alleinerziehende
- Menschen mit wenig Geld
- Menschen in schwierigen Lebenslagen
Eschwege

© Michael Esser
In Eschwege gibt es ein Sozialkaufhaus.
Es gehört zum Verein „Eschwege hilft“.
Ein Sozialkaufhaus verkauft gebrauchte Dinge günstig.
Zum Beispiel Möbel.
Viele Menschen nutzen dieses Angebot.
Charly Montag spricht für den Bürgerverein.
Er war früher Polizeioberkommissar.
Er ist auch Lokalpolitiker.
Freiburg

© Michael Esser
In Freiburg gibt es ein besonderes Jobcenter.
Es ist in einem früheren Gebäude der Telekom.
Dort arbeiten sieben Ämter und Stellen zusammen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- die Ausländerbehörde
- die Stelle für Leistungen für Asylbewerber
- der Bereich Wohnen
- der Bereich Integration
- ein Kompetenz-Center für Geflüchtete
Das ist praktisch.
Denn viele wichtige Hilfen sind an einem Ort.
Gelsenkirchener Kinderstube

© Michael Esser
In Gelsenkirchen gibt es die „Kinderstube“.
Dort werden Kinder und Familien unterstützt.
Polizeihauptkommissarin Christina Kleine besucht die Kinderstuben regelmäßig.
Sie spricht dort mit:
- Kindern
- Eltern
- Mitarbeitenden
Bei jedem Besuch macht sie ein Gruppenfoto vor dem Polizeiauto.
Das ist wichtig.
Denn viele geflüchtete Menschen kennen aus ihren Herkunftsländern eine andere Polizei.
Manche haben Angst vor der Polizei.
In Deutschland sollen sie lernen:
Die Polizei kann helfen.
Die Polizei ist für Sicherheit da.
Das zeigt der Artikel
Integration kann gelingen.
Aber sie braucht gute Planung.
Wichtig sind:
- eine positive Haltung
- gute Beratung
- Zusammenarbeit von Verwaltung und Ehrenamt
- schnelle Hilfe bei Arbeit und Wohnen
- klare Regeln
- Gespräche bei Problemen
- Schutz vor Rassismus und Ausgrenzung
Integration ist nicht immer einfach.
Aber viele Beispiele zeigen:
Wenn Menschen gemeinsam Lösungen suchen, kann es gut klappen.
Hinweis:
Dieser Text in Einfacher Sprache wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.
Er dient nur zur Information.
Er ist rechtlich nicht bindend.
Gültig ist nur das Original im Alltagssprach-Deutsch.



