Frisier-Engel

Die Barber Angels waren in Mönchengladbach. Neben Schere und Föhn brachten sie Würde mit.

Frisier Engel

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl. Er lehnt den Kopf zurück. Er schließt die Augen. Er genießt den Moment.

Kalle rasiert ihm den Bart. Der Fotograf Andreas Prömpler hat diesen Moment fotografiert.

Es sieht fast aus wie in einem normalen Friseursalon.
Aber dieser Ort ist kein normaler Salon.
Der Mann kann sich keinen Friseurbesuch leisten.
Hier bekommt er kostenlos einen Haarschnitt und eine Rasur.

Das macht der Verein Barber Angels. Das ist Englisch und bedeutet: Frisier-Engel.

Die Barber Angels helfen Menschen in Not

Die Barber Angels schneiden Menschen kostenlos die Haare.
Sie trimmen Bärte.
Und sie rasieren Menschen.

Sie helfen zum Beispiel:

  • Menschen ohne Wohnung
  • Menschen mit wenig Geld
  • Menschen, die Bürgergeld bekommen
  • Menschen, die betteln müssen

Für viele von ihnen ist ein Friseurbesuch zu teuer.
Dabei ist ein guter Haarschnitt wichtig.
Er gibt Menschen ein gutes Gefühl.
Er schenkt Würde.
Und er hilft, sich wieder als Teil der Gesellschaft zu fühlen.

In der Citykirche in Mönchengladbach sind heute mehr als 30 Gäste.
Frauen und Männer jeden Alters kommen.
Sie lassen sich die Haare schneiden oder den Bart machen.

Kevin Cortese sagt:
Wenn die Gäste den Friseur-Umhang tragen, sieht man keinen Unterschied zu Kundinnen und Kunden in einem normalen Salon.

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Ein Friseursalon in der Kirche

In der Citykirche steht ein großer Tisch.
Dort haben die Barber Angels mehrere Plätze aufgebaut.

Auf dem Tisch liegen und stehen:

  • Haarschaum
  • Haarspray
  • Rasiercreme
  • Frisiercreme
  • Spiegel
  • Arbeitsmaterial

Alles bringen die Barber Angels selbst mit.

Acht Barber Angels schneiden drei Stunden lang Haare.
Sie arbeiten schnell und konzentriert.

Es gibt auch Helferinnen und Helfer, die nicht schneiden.
Sie begrüßen die Gäste.
Sie zeigen ihnen den Platz.
Sie packen kleine Tüten mit Pflege-Produkten.
Diese Tüten bekommen die Gäste am Ende geschenkt.

Die Stimmung ist gut.
Viele lachen.
Die Gäste freuen sich sehr über den Besuch der Barber Angels.

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© Barber-Angels - Andreas Prömpler

Die Barber Angels tragen Kutten. Deshalb sehen sie wie eine wilde Gruppe aus. Sie helfen Menschen, die viele oft übersehen. So geben sie ihnen ihre Würde zurück.

Kevin Cortese sieht Menschen heute anders

Kevin Cortese ist Friseur.
Er hat einen eigenen Salon in Dormagen.
In seiner Freizeit organisiert er Einsätze der Barber Angels in seiner Region.

Er sagt:
Früher habe er anders über obdachlose Menschen gedacht.
Heute weiß er:
Viele Menschen sind durch schwere Erlebnisse aus der Bahn geraten.

Kevin Cortese kennt auch eigene schwierige Zeiten.
Er hat früher Drogen genommen.
Er hatte auch einen Burnout.
Danach hat er sich den Barber Angels angeschlossen.

Er sagt:
Anderen zu helfen, hilft auch ihm selbst.

Bei den Einsätzen sieht er oft:
Die Gäste entspannen sich.
Sie lassen für einen Moment ihre Sorgen los.
Sie genießen es, verwöhnt zu werden.

Kevin Cortese sagt:
Man weiß nicht, wann diese Menschen zuletzt so einen schönen Moment erlebt haben.

Jeder Mensch kann in Not geraten

Viele Gäste der Barber Angels haben schlimme Dinge erlebt.

Gründe können sein:

  • Sucht
  • Krankheit
  • Arbeitslosigkeit
  • der Tod eines geliebten Menschen
  • Kriegserlebnisse
  • Gewalt
  • andere schwere Schicksale

Manchmal verändert sich ein Leben sehr schnell.
Aus einem sicheren Leben kann ein Leben in Armut werden.
Dann geht es oft nur noch ums Überleben.

So sind die Barber Angels entstanden

Gegründet wurden die Barber Angels von Claus Niedermaier.
Er ist Friseurmeister aus Biberach an der Riß.

Er sah einen Film über einen obdachlosen Mann.
Der Mann war im Winter erfroren.
Claus Niedermaier fragte sich:
Was kann das Friseur-Handwerk tun?

Seine Idee war:
Menschen in Not bekommen einen neuen Haarschnitt.
So fühlen sie sich gepflegter.
Und sie können wieder leichter unter andere Menschen gehen.

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Am Anfang waren nur wenige Friseurinnen und Friseure dabei.
Heute gibt es weltweit mehr als 900 Barber Angels.
In Deutschland sind etwa 480 aktiv.

Es gibt Barber Angels in mehreren Ländern in Europa und Südamerika.
Auch in Griechenland gibt es jetzt ein Team.
In den USA entsteht ebenfalls ein neues Team.

Die regionalen Gruppen heißen Chapter.

Die Barber Angels arbeiten ehrenamtlich

Die Barber Angels bekommen kein Geld für ihre Arbeit.
Sie geben ihre Freizeit.
Sie reisen oft auf eigene Kosten an.
Sie bringen ihr Können mit.
Und sie helfen Menschen, die wenig haben.

Claus Niedermaier sagt:
Die Dankbarkeit der Gäste ist ihr Lohn.

Für seine Idee und sein Engagement bekam Claus Niedermaier im Jahr 2024 das Bundesverdienstkreuz.
Das ist eine wichtige Auszeichnung in Deutschland.

Er nahm die Auszeichnung in seiner Barber-Angels-Weste entgegen.

Er sagt:
Die Auszeichnung gehört dem ganzen Team.

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Nicole Nysten ist von Anfang an dabei

Nicole Nysten kommt aus Erkelenz.
Sie ist Friseurin.
Sie hat lange rote Haare.

Im Jahr 2016 sah sie einen Aufruf der Barber Angels im Internet.
Sie meldete sich sofort.
Sie war eine der ersten Barber Angels.

Heute leitet sie das Chapter in den Niederlanden.
Etwa acht Mal im Jahr fährt sie zu Einsätzen.
Meistens montags.
Dann ist ihr eigener Salon geschlossen.

Auch ihre Mitarbeiterinnen unterstützen die Barber Angels.

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Ein Haarschnitt kann viel verändern

Nicole Nysten sagt:
Niemand lebt freiwillig auf der Straße.

Viele Menschen haben sehr traurige Geschichten.
Sie schämen sich, weil sie nicht gepflegt aussehen.
Sie möchten oft unsichtbar sein.

Bei den Einsätzen kommen manche Gäste mit gesenktem Kopf.
Sie haben wenig Selbstbewusstsein.

Dann merken sie:
Hier werden sie freundlich behandelt.
Hier sind sie willkommen.
Hier zählt jeder Mensch.

Nach dem Haarschnitt schauen sie in den Spiegel.
Viele gehen danach aufrechter hinaus.
Mit erhobenem Kopf.

Dankbarkeit für das eigene Leben

Nicole Nysten hatte schon viele bewegende Einsätze.
Ein besonders schwerer Einsatz war im Rotlichtbezirk von Amsterdam.
Ein sehr trauriger Einsatz war auf Mallorca.
Dort traf sie viele obdachlose Kinder.

Das hat sie sehr berührt.

Wenn sie nach Hause kommt, ist sie dankbar.
Sie hat eine warme Wohnung.
Sie hat Essen im Kühlschrank.
Sie kann duschen.

Viele Gäste der Barber Angels haben das nicht.

Mehr Informationen

Mehr Informationen über die Barber Angels gibt es hier:
www.b-a-b.club

Hinweis:
Dieser Text in Einfacher Sprache wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.
Er dient nur zur Information.
Er ist rechtlich nicht bindend.
Gültig ist nur das Original im Alltagssprach-Deutsch.

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