„Demokratie ist nicht selbstverständlich“

Demokratie muss jeden Tag geschützt werden. Aachen zeigt klar: Wir sind gegen Rechtsextremismus.

Orkun Sensebat von der Initiative „Wir sind Aachen“

Orkun Sensebat gehört zur Initiative „Wir sind Aachen“.

Die Initiative hat eine große Demonstration gegen Rechts-Extremismus organisiert.

Rechts-Extremismus bedeutet:
Menschen haben sehr rechte politische Ansichten.
Sie lehnen oft Demokratie ab.
Und sie grenzen andere Menschen aus.

Die Demonstration sollte zeigen:

Aachen steht für:

  • Vielfalt
  • Offenheit
  • Demokratie

Orkun Sensebat ist 30 Jahre alt.
Er ist Physiker.
Er hat die Demonstration mit geplant.

In einem Gespräch erzählt er:

  • wie die Initiative entstanden ist
  • wie die Demonstration geplant wurde
  • warum so viele Menschen mitgemacht haben
  • wie es jetzt weitergeht

Frage:
Wie ist „Wir sind Aachen“ entstanden?

Orkun Sensebat sagt:

„Wir sind Aachen“ ist eine Bewegung von Bürgerinnen und Bürgern.

Wir setzen uns gegen Rechts-Extremismus ein.

Die Initiative entstand nach einem Bericht von Journalistinnen und Journalisten.
Sie hatten über ein geheimes Treffen berichtet.

Bei dem Treffen ging es um Pläne zur sogenannten „Remigration“.

Remigration ist ein schwieriges Wort.
Rechts-extreme Menschen benutzen es oft.
Sie meinen damit:
Menschen mit ausländischen Wurzeln sollen Deutschland verlassen.
Auch wenn sie deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind.

Das fanden wir menschenfeindlich.
Deshalb wollten wir auf die Straße gehen.

Wir wollten zeigen:

Aachen schaut nicht weg.
Aachen steht für Vielfalt.
Aachen steht für Offenheit.
Aachen steht für Demokratie.

Frage:
Wie hat sich die Initiative organisiert?

Orkun Sensebat sagt:

Die ersten Ideen kamen aus der Politik.

Vertreterinnen und Vertreter von demokratischen Parteien sagten:
Am Holocaust-Gedenktag soll Aachen ein klares Zeichen setzen.

Der Holocaust war der Mord an etwa 6 Millionen Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten.

Der Holocaust-Gedenktag erinnert an diese Opfer.

Die Idee wurde schnell größer.
Viele Menschen sagten:
Wir dürfen nicht einfach zusehen, wenn Rechts-Extremismus stärker wird.

Deshalb haben wir ein Bündnis gegründet.

Zu dem Bündnis gehören:

  • Parteien
  • Religions-Gemeinschaften
  • Vereine
  • Gruppen aus der Stadt-Gesellschaft

Bei einem Treffen vom „Runden Tisch gegen Rechts“ habe ich 80 Visitenkarten verteilt.

Am nächsten Morgen hatte ich 400 ungelesene E-Mails.

Das zeigt:
Sehr viele Menschen wollten helfen.

Frage:
Wie wurde die große Demonstration geplant?

Orkun Sensebat sagt:

Die Planung war sehr viel Arbeit.

Wir haben verschiedene Teams gegründet.

Zum Beispiel Teams für:

  • Sicherheit
  • Geld
  • Kommunikation
  • Organisation

Wir mussten viele Dinge vorbereiten.

Zum Beispiel:

  • einen Sicherheits-Plan machen
  • die Demonstration anmelden
  • Ordnerinnen und Ordner einteilen
  • den Ablauf planen

Ordnerinnen und Ordner helfen bei einer Demonstration.
Sie achten darauf, dass alles ruhig und sicher bleibt.

Alle haben ehrenamtlich gearbeitet.

Ehrenamtlich bedeutet:
Die Menschen bekommen kein Geld dafür.
Sie machen es freiwillig.

Frage:
Wie haben die Menschen auf die Demonstration reagiert?

Orkun Sensebat sagt:

Wir wussten:
Viele Menschen werden kommen.

Aber wir waren trotzdem überrascht.

Zuerst dachten wir:
Es kommen ein paar tausend Menschen.

Dann standen am Tag der Demonstration 20.000 Menschen vor uns.

Sie gingen gemeinsam auf die Straße.

Sie setzten sich ein für:

  • Vielfalt
  • Offenheit
  • Demokratie

Das war ein unglaubliches Erlebnis.

Viele verschiedene Menschen waren dabei:

  • Gewerkschaften
  • Vereine
  • Religions-Gemeinschaften
  • Schülerinnen und Schüler
  • Studentinnen und Studenten
  • Seniorinnen und Senioren

Die Stadt war voll mit Menschen.

Alle zeigten:
Wir sind gegen Hass.
Wir sind gegen Hetze.
Wir sind für Demokratie.

Uns war wichtig:
Alle sollen mitmachen können.

Zum Beispiel:

  • alle demokratischen Parteien
  • Religions-Gemeinschaften
  • Gruppen aus der Gesellschaft

So konnte man sehen:
Unsere Gesellschaft ist vielfältig.

Viele Menschen haben uns danach geschrieben.
Sie haben sich bedankt.
Sie fanden gut, dass wir angefangen haben.

Frage:
Gab es Widerstand?

Orkun Sensebat sagt:

Vor der Demonstration gab es kaum Widerstand.

Die Rechts-Extremen waren erstaunlich still.

Natürlich gibt es manchmal Angriffe im Internet.
Aber auf den Straßen von Aachen war klar:

Wir sind viele.
Sie sind wenige.

Trotzdem sehen wir:
Menschen mit rechts-extremen Ansichten werden aktiver.
Sie versuchen öfter, in der Stadt sichtbar zu sein.

Darum müssen wir aufmerksam bleiben.

Die Demonstration war ein großer Erfolg.
Aber sie war nur der Anfang.

Die Arbeit für eine offene Gesellschaft hört nach einer Demonstration nicht auf.
Dann beginnt sie erst richtig.

Frage:
Wie geht es weiter?

Orkun Sensebat sagt:

Nach der großen Unterstützung haben wir entschieden:

Wir machen weiter.
Und wir bauen unsere Arbeit langfristig auf.

Unser Ziel ist:
Wir wollen sichtbar bleiben.

Wir wollen klare Zeichen gegen Rechts-Extremismus setzen.

Wir planen auch:

  • Veranstaltungen
  • Bildungs-Angebote
  • Gesprächs-Runden

Dabei geht es um Demokratie.
Und um demokratische Werte.

Wir wollen nicht nur gegen etwas sein.
Wir wollen für etwas sein.

Wir sind für:

  • eine demokratische Gesellschaft
  • eine offene Gesellschaft
  • eine tolerante Gesellschaft

Tolerant bedeutet:
Menschen lassen andere Menschen gelten.
Auch wenn sie anders leben, anders glauben oder anders denken.

Frage:
Was ist die wichtigste Botschaft?

Orkun Sensebat sagt:

Demokratie ist nicht selbstverständlich.

Wir müssen Demokratie jeden Tag schützen.

Früher haben manche Menschen vielleicht gedacht:
So schlimm wird es schon nicht.

Aber genau dann muss man handeln.

Wir wünschen uns:

Alle sollen sich für Demokratie einsetzen.
Alle sollen sich informieren.
Alle sollen laut werden, wenn es wichtig ist.

Aachen ist bunt.
Aachen ist international.
Aachen ist vielfältig.

Das müssen wir schützen.

Unsere Botschaft ist einfach:

Demokratie lebt durch Menschen.
Sie lebt durch Menschen, die sich jeden Tag für sie einsetzen.

Das geht zum Beispiel durch:

  • Gespräche
  • Bildung
  • friedlichen Protest

Wir alle haben Verantwortung.

Aachen hat gezeigt:
Wir lassen uns von Rechts-Extremen nicht einschüchtern.

Wir hören nicht auf.
Wir machen weiter.

Hinweis:
Dieser Text in Einfacher Sprache wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.
Er dient nur zur Information.
Er ist rechtlich nicht bindend.
Gültig ist nur das Original im Alltagssprach-Deutsch.

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