Im Hürtgenwald brennt der Wald. Feuerwehr und Helfer bekämpfen das Feuer
Bischof Helmut Dieser besucht die Helferinnen und Helfer. Er dankt ihnen für ihren großen Einsatz. Die Menschen dürfen wieder nach Hause.

© Stephan Johnen
Die Evakuierung ist beendet. Die Feuerwehr bleibt aber vor Ort. Sie sorgt dafür, dass das Feuer nicht größer wird.
Am Samstag besucht Bischof Helmut Dieser den Hürtgenwald.
Vor ihm waren schon diese Politikerinnen und Politiker dort:
- NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst
- Mona Neubauer
Mona Neubauer ist die Stellvertreterin von Hendrik Wüst.
Bischof Dieser kommt in das Lagezentrum in Großhau.
Ein Lagezentrum ist ein Ort, an dem alle wichtigen Informationen gesammelt werden.
Dort arbeiten zum Beispiel:
- Feuerwehr
- Polizei
- Hilfsdienste
- Verantwortliche aus der Politik
Das Lagezentrum ist in einer Schule.
Von dort wird der Einsatz geplant.
Die Lage wird etwas besser
Am Samstag-Nachmittag wird die Lage etwas ruhiger.
Das Wetter hilft den Einsatzkräften.
Auch der Wind hilft ein wenig.
Hubschrauber fliegen über den Wald.
Sie werfen viel Wasser ab.
So sollen die vielen Feuerstellen kleiner werden.
Seit Donnerstag brennen etwa 400 Hektar Wald.
Das ist eine sehr große Fläche.
Am späteren Abend sollen etwa 2000 Menschen aus Gey wieder nach Hause dürfen.
Sehr viele Menschen helfen
Bis zu 1800 Helferinnen und Helfer sind im Einsatz.
Sie kommen aus vielen Orten in NRW.
Viele Feuerwehrleute sind nachts losgefahren.
Viele arbeiten sehr lange.
Manche arbeiten bis zu 24 Stunden.
Die Arbeit ist schwer.
Sie macht sehr müde.
Manche Feuerwehrleute müssen schon nach 3 Stunden eine Pause machen.
Landrat Ralf Nolten sagt:
„In NRW sind unsere Feuerwehren sehr gut vorbereitet.“
Er lobt die Helferinnen und Helfer.
Bischof Dieser geht ins Brandgebiet
Später geht Bischof Dieser in das Brandgebiet.
Er spricht mit vielen Feuerwehrleuten.
Er sieht:
Viele Freiwillige arbeiten sehr gut zusammen.
Sie übernehmen Verantwortung.
Sie geben alles.
Viele kleine Glutstellen müssen ausgegraben werden.
Glutstellen sind kleine Stellen, an denen es noch heiß ist und brennt.
Feuerwehrleute löschen diese Stellen mit Wasser.
Manche tragen dafür Wasser-Rucksäcke.
Auch Landwirte helfen
Auch Landwirte helfen beim Löschen.
Sie kommen mit Traktoren.
Sie bringen Wasser in großen Wagen.
Die Feuerwehr nutzt dieses Wasser für ihre Schläuche.
Die Versorgung mit Wasser klappt gut.
Das liegt auch an den Menschen vor Ort.
Viele helfen mit.
Im Ort hängen Schilder.
Darauf steht zum Beispiel: „Wir danken Euch allen.“
Und: „Passt auf Euch auf.“
Der Bischof dankt den Helferinnen und Helfern
Bischof Dieser geht 2 Stunden durch den Wald.
Peter Berndgen begleitet ihn.
Peter Berndgen ist Sprecher vom Feuerwehrverband im Kreis Düren.
Bischof Dieser sagt:
„Ohne die vielen Freiwilligen hätte es eine Katastrophe gegeben.
Menschen hätten verletzt werden können.
Wir müssen diesen Dienst sehr hoch achten.
Und wir können nicht genug danken.“
Am Freitag war die Lage sehr gefährlich
Am Freitag-Abend wurde die Lage schlimmer.
Das Feuer kam sehr nah an ein Haus.
Es war nur noch knapp 10 Meter entfernt.
Die Einsatzkräfte konnten die Flammen zurückdrängen.
Danach pumpten sie viel Wasser an den Waldrand.
So sollten trockenes Gestrüpp und Bäume nass bleiben.
Dadurch kann Feuer sich schlechter ausbreiten.
Mehr Feuerwehrleute kommen dazu
Aus ganz NRW wurden weitere Löschzüge gerufen.
Ein Löschzug ist eine Gruppe von Feuerwehrleuten mit Fahrzeugen.
Etwa 450 bis 500 Feuerwehrleute kamen zusätzlich dazu.
Die Feuerwehr sagt:
Hubschrauber helfen im Moment besonders gut.
Sie können aber nur bis zur Dämmerung fliegen.
Dämmerung bedeutet:
Es wird langsam dunkel.
Für die Nacht wurde deshalb ein genauer Einsatzplan gemacht.
Gey musste evakuiert werden
In der Nacht drehte der Wind.
Die Flammen bewegten sich in Richtung Gey.
Gey ist ein Ort in der Gemeinde Hürtgenwald.
Die Flammen waren nur noch etwa 200 Meter von den ersten Häusern entfernt.
Am frühen Freitagmorgen ordneten die Behörden eine Evakuierung an.
Evakuierung bedeutet:
Menschen müssen einen gefährlichen Ort verlassen.
In Gey leben etwa 1800 Menschen.
Die Räumung ging schnell.
Viele Menschen hatten wegen Rauch und Feuer ihre Koffer schon gepackt.
Rauch und Asche waren überall
Überall war Rauch.
Asche fiel vom Himmel.
Die Feuerwehr baute Sperrriegel auf.
Sperrriegel sind wichtige Stellen, an denen die Feuerwehr das Feuer stoppen will.
Schneisen konnten nicht angelegt werden.
Eine Schneise ist ein freier Streifen im Wald.
Dort stehen keine Bäume und Büsche.
So kann Feuer manchmal gestoppt werden.
Im Hürtgenwald war das Gelände dafür zu schwierig.
Der Kreis Düren ruft Großschadenlage aus
Der Kreis Düren rief eine Großschadenlage aus.
Das bedeutet:
Es gibt eine sehr große und gefährliche Lage.
Dann übernimmt ein Krisenstab die Koordination.
Ein Krisenstab ist eine Gruppe von Fachleuten.
Sie planen zum Beispiel:
- Evakuierungen
- Einsatz von Feuerwehr und Polizei
- Hilfe für Menschen
- Rettungskräfte
Viele Menschen vor Ort waren unsicher.
Viele hatten Angst.
Kirchen bieten Hilfe an
Der leitende Pfarrer vom Pastoralen Raum Düren berichtet:
Viele Menschen haben Angst.
In Lendersdorf sollte das Jugendheim geöffnet werden.
Dort können Menschen Schutz finden.
Regionalvikar Norbert Glasmacher hatte dem Krisenstab schon vorher eine Liste gegeben.
Auf der Liste stehen mögliche Unterkünfte.
Zum Beispiel:
- Kirchen
- Pfarrheime
- andere kirchliche Räume
Diese Orte können im Notfall helfen.

© Stephan Johnen
Bischof Dieser denkt an die Menschen vor Ort
Bischof Helmut Dieser sagt:
„Sehr viele Menschen helfen im Hürtgenwald und in den Dörfern daneben.
Sie geben alles,
damit das Feuer nicht noch gefährlicher wird.
Dafür danke ich ihnen sehr.
Viele Menschen haben jetzt Angst um ihr Zuhause.
Sie fürchten, alles zu verlieren.
Ich wünsche ihnen viel Kraft und Zusammenhalt in dieser schweren Lage.
Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort helfen, wo Hilfe gebraucht wird.“
Seelsorgerinnen und Seelsorger sind Menschen in der Kirche.
- Sie hören zu.
- Sie trösten.
- Sie begleiten Menschen in schweren Situationen.
Helfer werden abgelöst
Viele Helferinnen und Helfer haben die ganze Nacht gearbeitet.
Sie werden jetzt abgelöst.
Das bedeutet:
Andere Einsatzkräfte übernehmen ihre Arbeit.
Inzwischen sind Helfer und Fachleute aus ganz NRW vor Ort.
Weitere Hubschrauber wurden angefordert.
Einige Hubschrauber können bis zu 2000 Liter Wasser tragen.
So kann die Feuerwehr mehr Wasser über dem Wald abwerfen.
Notunterkünfte für Menschen aus Gey
Die Gemeinde hatte zuerst eine Notunterkunft in der Grundschule in Straß eingerichtet.
Viele Menschen kamen aber auch bei Familie oder Freunden unter.
Die Notunterkunft in Straß wurde später geschlossen.
Der Grund war Ascheregen.
Ascheregen bedeutet: Asche fällt aus der Luft auf den Boden.
Die übrigen Menschen wurden nach Stockem gebracht.
Dort gibt es ein Sonderschulzentrum.
Busse und Krankentransporte wurden organisiert.
Die Stimmung war angespannt
Unser Autor Stephan Johnen lebt selbst in Gey.
Er sagt:
„Vor Ort in Gey ist die Stimmung angespannt.
Das Feuer ist fast vor der Tür.“












