"Der Mensch ist nicht allein auf seinem Weg"
Viele Menschen pilgern. Sie fragen: Was ist wichtig in meinem Leben? Jeder kleine Schritt kann helfen, die Welt besser zu machen.

© Martin Brunn
Bischof Dr. Helmut Dieser hat zu 2 Pilger-Tagen eingeladen.
Die Pilger-Tage waren in Steinfeld und Mönchengladbach.
Von Stephan Johnen
Worum geht es?
Bischof Dr. Helmut Dieser sagt:
„Der Mensch ist keine Katastrophe.
In jedem Menschen gibt es auch Gutes.“
Er spricht über das Heilige Jahr.
Das Heilige Jahr war im Jahr 2025.
Das Motto war: „Pilger der Hoffnung“.
Das bedeutet:
Menschen machen sich auf den Weg.
Sie suchen Hoffnung.
Sie suchen Gott.
Sie fragen:
Was ist wichtig in meinem Leben?
Bischof Dieser sagt:
Auch kleine Schritte können die Welt besser machen.
Er sagt auch:
Menschen sollen sich nicht nur in ihr Privat-Leben zurückziehen.
Und er erklärt: Die Beichte kann frei machen.
Frage:
War das Heilige Jahr nur Werbung für die Kirche?
Bischof Dieser sagt:
Ja und nein.
Das Heilige Jahr gibt es schon sehr lange.
Schon seit vielen Jahrhunderten.
Zum Heiligen Jahr gehört auch der Ablass.
Ablass bedeutet:
Gott vergibt Schuld.
Ein Mensch darf neu anfangen.
Schon in der Bibel gab es besondere Jahre.
Diese Jahre sollten den Alltag unterbrechen.
Die Menschen sollten neu über ihr Leben nachdenken.
Im Mittelalter wurde diese Idee wieder wichtig.
Natürlich war das Heilige Jahr auch Werbung für die Kirche.
Es brachte auch Geld in die Kirche.
Bischof Dieser sagt:
Geld und Wirtschaft gehören zum Leben.
Aber noch wichtiger sind die Dinge für die Seele.
Frage:
Ist Pilgern heute noch wichtig?
Bischof Dieser sagt:
Ja.
Jede Zeit hat neue Fragen.
Und jede Zeit sucht neue Antworten.
Heute verlieren viele Menschen Sicherheit.
Viele Dinge wirken unsicher.
Zum Beispiel:
- die Zukunft,
- der Frieden,
- der Glaube,
- das eigene Leben.
Darum ist es wichtig, sich auf den Weg zu machen.

© Alexander Müller
Der Weg als Ziel: Das Pilgerwesen hat sich in den vergangenen Jahren sehr entwickelt.
Frage:
Passt das Motto „Pilger der Hoffnung“ in unsere Zeit?
Bischof Dieser sagt:
Ja.
Viele Menschen pilgern heute.
Sie gehen los.
Sie sind unterwegs.
Dabei fragen sie sich:
Was macht mein Leben aus?
Beim Pilgern erleben Menschen auch Grenzen.
Zum Beispiel:
- Müdigkeit,
- Schmerzen,
- Unsicherheit,
- Stille,
- neue Gedanken.
Hoffnung liegt nicht einfach auf der Straße.
Menschen müssen sich auf den Weg machen.
Unterwegs können sie sicherer werden.
Sie können spüren:
- Es ist gut, Mensch zu sein.
- Es ist gut, Christ zu sein.
- Es ist gut, an Gott zu glauben.
Bischof Dieser sagt:
Wir leben in einer schwierigen Welt.
Viele Dinge wirken verrückt.
Aber der Mensch ist nicht nur schlecht.
Der Mensch kann auch vernünftig handeln.
Frage:
Was bedeutet das für Europa?
Bischof Dieser spricht auch über Politik.
Er sagt:
In Europa gibt es wichtige Werte.
Zum Beispiel:
- Freiheit,
- Frieden,
- Menschenwürde,
- Zusammenhalt,
- Demokratie.
Diese Werte sollen wir ernst nehmen.
Europa soll zusammenhalten.
Wir sollen keine Angst vor unseren eigenen Werten haben.
Bischof Dieser sagt:
Die Europäische Union ist eine gute Geschichte.
Sie hat viel Frieden und Zusammenarbeit gebracht.
Frage:
Was können Menschen besser machen?
Bischof Dieser sagt:
Es geht nicht darum, andere streng zu ermahnen.
Es geht nicht darum zu sagen:
„Streng dich mehr an.“
„Pass dich an.“
„Frag nicht so viel.“
Stattdessen sollen Menschen größer denken.
Sie sollen weiter schauen.
Christen sollen nicht nur an sich selbst denken.
Das eigene kleine Glück reicht nicht.
Bischof Dieser sagt sinngemäß:
Der Gartenzwerg vor dem Haus darf nicht wichtiger sein als der Nachbar nebenan.
Das bedeutet:
Das eigene Zuhause ist wichtig.
Aber andere Menschen sind auch wichtig.
Christen glauben:
Gott hält alles in seinen Händen.
Auch kleine Dinge können groß werden.
Jesus hat einmal vom Senfkorn erzählt.
Ein Senfkorn ist sehr klein.
Aber daraus kann eine große Pflanze wachsen.
So ist es auch mit guten Taten:
Ein kleiner Schritt kann viel bewirken.
Frage:
Warum ziehen sich viele Menschen zurück?
Bischof Dieser sagt:
Die Wirklichkeit ist anstrengend geworden.
Viele Menschen wollen sich schützen.
Sie wollen einen sicheren Ort.
Das ist verständlich.
Jeder Mensch braucht Heimat.
Jeder Mensch braucht einen vertrauten Raum.
Aber:
Wir dürfen uns nicht ganz von der Welt abschotten.
Auch im kleinen Alltag können Menschen etwas Gutes tun.
Zum Beispiel:
- freundlich sein,
- helfen,
- teilen,
- zuhören,
- Verantwortung übernehmen.
Wer im Kleinen Gutes tut, hilft auch dem Ganzen.
Bischof Dieser sagt:
Christen sollen nicht nur nehmen.
Sie sollen auch geben.
Sie sollen sich für andere einsetzen.
Vorsorge ist nicht falsch.
Aber Angst darf nicht wichtiger werden als Vertrauen auf Gott.
Frage:
Was ist Hoffnung?
Bischof Dieser sagt:
Hoffnung ist mehr als das, was schon da ist.
Hoffnung bedeutet:
Ich glaube daran, dass etwas Gutes kommen kann.
Hoffnung sieht man noch nicht ganz.
Sonst wäre es keine Hoffnung mehr.
Menschen hoffen auf etwas Besseres.
Zum Beispiel auf:
- mehr Frieden,
- mehr Gesundheit,
- mehr Kraft,
- mehr Gerechtigkeit,
- mehr Liebe.
Damit Hoffnung wachsen kann, müssen Menschen Schritte machen.
Bischof Dieser sagt:
Wenn viele Menschen kleine Schritte tun, entsteht große Hoffnung.
Und mit Gottes Hilfe kann mehr geschehen, als ein Mensch allein schafft.
Frage:
Was nimmt Hoffnung weg?
Bischof Dieser sagt:
Dummheit nimmt Hoffnung weg.
Damit meint er auch seine eigene Dummheit.
Und er meint Dummheit in der Welt-Politik.
Manche mächtige Menschen handeln rücksichtslos.
Sie sehen nicht, wie viele Menschen leiden.
Andere Menschen müssen dann den Preis bezahlen.
Bischof Dieser sagt:
Menschen können gefährlich sein.
Menschen sind begrenzt.
Menschen können falsch handeln.
Menschen können Böses tun.
Frage:
Ist der Mensch von sich aus böse?
Bischof Dieser sagt:
Nein.
Der Mensch ist keine Katastrophe.
Gott hat den Menschen gut geschaffen.
Aber der Mensch hat Freiheit.
Er kann sich für Gutes entscheiden.
Er kann sich aber auch für Böses entscheiden.
Viele Menschen tun Gutes.
Der Glaube kann dieses Gute stärken.
Aber Menschen lassen sich auch verführen.
Sie wollen alles allein machen.
Sie wollen ohne Gott bestimmen.
In der Bibel gibt es die Geschichte von Kain und Abel.
Diese Geschichte zeigt:
Menschen können misstrauisch werden.
Menschen können neidisch werden.
Menschen können Gewalt tun.
Frage:
Brauchen Menschen Gott auf ihrem Weg?
Bischof Dieser sagt:
Der Mensch ist nicht allein unterwegs.
Christen folgen Jesus nach.
Jesus ist den Weg schon gegangen.
Er nimmt Schuld und Sünde auf sich.
Dafür braucht der Mensch ein ehrliches Bild von sich selbst.
Ein Mensch soll wissen:
Ich bin nicht unverwundbar.
Ich bin nicht immer stark.
Ich kann Fehler machen.
Ich kann schuldig werden.
Wenn ein Mensch fällt, muss er das erkennen.
Das ist eine wichtige Erfahrung.
Schuld bedeutet:
Ich habe etwas getan, das anderen geschadet hat.
Manchmal kann ich es nicht einfach rückgängig machen.
Frage:
Wohin mit Schuld?
Bischof Dieser sagt:
Ein anderer Mensch kann mir verzeihen.
Das ist wichtig.
Aber auch in mir selbst kann etwas kaputtgehen.
Dann muss ich auch lernen, mir selbst zu verzeihen.
Noch tiefer ist:
Gott kann mir verzeihen.
Frage:
Macht die Beichte es zu einfach?
Bischof Dieser sagt:
Nein.
Echte Reue ist nicht leicht.
Reue bedeutet:
Ich sehe meinen Fehler.
Ich erkenne den Schmerz des anderen Menschen.
Ich spüre:
Ich habe etwas falsch gemacht.
Erst dann kann Reue echt sein.
Bischof Dieser sagt:
Christen sollen Gott lieben.
Sie sollen Gott nicht nur fürchten.
Diese Liebe ist ähnlich wie die Liebe zu wichtigen Menschen.
Zum Beispiel zu:
- Mutter,
- Vater,
- einem guten Freund,
- einer guten Freundin.
Wenn man jemanden liebt, will man ihm nicht wehtun.
So sollen Menschen auch Gott lieben.
Frage:
Ist die Beichte heute nicht altmodisch?
Bischof Dieser sagt:
Die Beichte kann eine befreiende Erfahrung sein.
Früher haben viele Menschen die Beichte als Last erlebt.
Manche hatten Angst.
Manche fühlten sich verurteilt.
So soll Beichte heute nicht sein.
Beichte soll ein geschützter Raum sein.
Dort darf ein Mensch ehrlich sprechen.
Dort muss er nichts schönreden.
In der Beichte darf ein Mensch loslassen.
Er darf über Schuld sprechen.
Er darf auf Gottes Vergebung hoffen.
Bischof Dieser sagt:
Viele Menschen haben Themen, die ihnen schaden.
Zum Beispiel:
- verdrängte Gefühle,
- Schuld,
- Verantwortung, an der sie gescheitert sind,
- Dinge, über die sie nie sprechen.
Darüber zu sprechen kann heilsam sein.
Hoffnung wächst durch Vergebung.
Darum sollen Menschen die Beichte neu entdecken.
Die Beichte soll einen Menschen nicht klein machen.
Sie soll ihm helfen, wieder aufzustehen.
Bischof Dieser sagt:
Sogar am tiefsten Punkt gibt es Hoffnung.
Hinweis:
Dieser Text in Einfacher Sprache wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.
Er dient nur zur Information.
Er ist rechtlich nicht bindend.
Gültig ist nur das Original im Alltagssprach-Deutsch.



